Geschichte der Tibetischen Medizin

Die Tibetische Medizinwissenschaft des Heilens gilt als eines der ältesten Medizinsysteme. Sie bildet eines der fünf wissenschaftlichen Hauptgebiete in der tibetischen Ausbildung und gilt als Juwel der tibetischen Kultur. Die Tibetische Heilkunst wurde über viele Generationen hinweg bis in die Gegenwart direkt überliefert.

Die Ursprünge der Tibetischen Medizin gehen 2500 Jahre auf Bön-Meister in Tibet und direkt auf Buddha Shakyamuni in Indien zurück.

Er lehrte  mit 72 Jahren in Varanasi (Indien) als erster das Wissen vom Heilen, das sog. Sowa Rigpa.
Im 8. Jahrhundert wurden bei einem großen Kongress durch die berühmtesten Ärzte der Zeit aus Tibet (Schamanismus), Indien (Ayurveda), China (TCM), Griechenland und Persien das Wesentliche dieser Heilsysteme in der Tibetischen Medizin vereinigt und danach in Tibet verbreitet.

Dadurch wurden Pulsdiagnose, Kräuterheilkunde, östliche Massage, Schröpfen, Ernährungsberatung, Verhaltensberatung und Akupunktur in einem Heilsystem zusammengefasst.
Im 12. Jahrhundert enstand daraus durch Yuthog Yonten Gonpo das Grundlehrbuch der Tibetischen Medizin der „Gyüschi“, auch die Vier Tantras genannt.

Kurz vor 1700 wurde dieses überarbeitet und ergänzt und wird seitdem als Grundlage für die Ausbildung und Praxis verwendet. Etwa zur selben Zeit wurde die erste unabhängige Medizinhochschule in Lhasa gegründet.

In der Folgezeit verbreitete sich die Tibetische Medizin immer weiter und viele Medizinschulen wurden in verschiedenen Ländern gegründet.

Die letzten 70 Jahre aber, bedeuteten fast den Untergang der Tibetischen Medizin. Erst wurde sie in Burjatien und in der Mongolei und dann in Tibet selbst fast ausgerottet. Fast alle Schriften wurden verbrannt, die Klöster und Schulen zerstört, die Ärzte gefoltert und beinahe alle umgebracht.

Heute versuchen die im Exil lebenden Tibeter mit Hilfe des Dalai Lamas die Tibetische Medizin zu erhalten, indem sie Schulen und Universitäten gründen, tibetische Ärzte ausbilden und tibetische Medikamente herstellen.
In Dharamsala (Indien) ist die heute wichtigste Hochschule für Tibetische Medizin das Men-Tsee-Khang.
Mein Lehrer, der tibetische Arzt Prof. Dr. Arya Pasang war 8 Jahre lang Leiter dieses Tibetan Medical College und lehrt die Tibetische Medizin seit vielen Jahren in Italien (Mailand).
Er ist bestrebt die Tibetische Medizin hier im Westen zu verbreiten, sein Wissen und Können an andere weiterzugeben und damit den Menschen zu helfen.
Eine wichtige Aufgabe wird es jetzt sein die Traditionelle Tibetische Medizin, als einzigartige buddhistische Heilkunst, im Westen zu etablieren, damit das Wissen vom Heilen erhalten bleibt und vielen Menschen damit geholfen werden kann.

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